Zweite Chance 

 "Es gibt immer mehr Leute, die Pferde halten. 
Aber es gibt immer weniger Pferdeleute!"
 

(Florian Herde - Hufschmied)
 


 

Wir übernehmen Ponys aus unsachgemäßer Haltung oder mit Ausbildungsmängeln, die als schwierig, unreitbar oder austherapiert gelten. Unser Team gibt diesen Ponys die Chance, durch individuelle Betreuung und fachgerechte Ausbildung später neue Besitzer zu finden.  
 

 

Sammy van der Buske
 


 


 


 


 


 


 


 

Als Sammy zu uns kam, war er zwar lieb im Umgang, aber misstrauisch und innerlich immer auf der Flucht, ohne Vertrauen zu Menschen. Faustgroße Löcher rechts und links vom Widerrist ließen den Schluss zu, dass er mit unpassendem Sattel geritten wurde. 
 

Sammy war einer unserer schwierigsten Fälle, ein echter Durchgänger. Wir haben ihn lange Zeit longiert, wobei es viel Geduld erforderte, ihm einen ruhigen Trab beizubringen. Als ich es wagte, ihn zu reiten, schien er gute Fortschritte zu machen. Dann probierten wir jedoch auf der Springwiese aus, wie er bei einem Cavaletti reagieren würde. Nach dem Hindernis ging er unhaltbar durch, raste auf den Longierzirkel zu, wendete im letzten Moment ab, sprang über den Wassergraben, galoppierte über den Wall, sprang durch den Zaun und kam schließlich auf dem Reitplatz zum Halten.
 

Solche Blackouts geschahen immer wieder in verschiedenen Situationen und schienen alle gemachten Fortschritte zunichte zu machen. Sammy hatte Angst vor Dingen, die von hinten kamen. Schnalzen und klickende Feuerzeuge machten ihn nervös.
 

Lösungswege waren die Arbeit an der Doppellonge und anschließend am langen Zügel. Auch Zirkuslektionen wie das Kompliment sollten sein Vertrauen in mich stärken. Die entsprechenden Erfolge sind auf den nächsten Bildern zu sehen. Einen hinter ihm herschleifenden Reifen fand Sammy zuletzt nicht mehr schlimm und auch das Reiten auf dem Reitplatz in Dehnungshaltung war möglich.
 
 


 


 


 


 


 


 


 

Trotz allem blieb Sammy ein Pony, das nur wenige Reiter problemlos reiten können. Daher freuen wir uns umso mehr, dass auch Sammy einen neuen Besitzer gefunden hat.

 


 


 


 


 


 


 

Hardy
 


 


 


 


 


 


 

Hardy wurde uns als verhaltensgestört, durch einen Unfall unreitbar und austherapiert vermittelt. Austherapiert bedeutet, dass Tierärzte keine Behandlungsmöglichkeiten zur Heilung oder Besserung seines Zustandes mehr sahen.

Hardy haben wir anfangs an der Longe viel im Schritt gearbeitet, wobei wir ihn dazu animiert haben, die Hinterbeine weiter unterzusetzen und sich nach vorwärts-abwärts zu strecken.
 


 


 


 


 


 


 


 

Hardy entpuppte sich als angenehmes und zuverlässiges Reitpferd und fand ebenfalls eine neue Besitzerin, die weiß, wie man mit ihm umgehen muss. 
 


 


 


 


 


 


 


 

Wendi
 


 


 


 


 


 


 

Wendi ist meine eigene Deutsche Reitponystute, die über einen längeren Zeitraum mit einem unpassenden Sattel geritten worden war. Durch ihren kurzen Rücken benötigt sie tendenziell kleine Sättel, damit die Nierengegend nicht belastet wird. Konsequenzen des unpassenden Sattels waren Hinwerfen oder Fluchtverhalten beim Satteln, Verspannungen im Rücken und Probleme in der Anlehnung.
 

Ich ritt Wendi zunächst mit einem baumlosen Ponysitzkissen bis ein passender Sattel gefunden war. Da Wendi ein äußerst sensibles Pferd ist, bekam sie viel Zeit und ich überließ ihr die Entscheidung, die Anlehnung zu suchen. Bis zu diesem Vertrauensbeweis dauerte es einige Tage. 
 


 


 


 


 


 


 


 

Trotz schneller Fortschritte bekam Wendi noch lange Zeit Fluchtanfälle, z.B. wenn eine neue Satteldecke unter den Sattel kam. Inzwischen ist sie einige Jahre in meinem Besitz. Die alten Probleme sind zwar nicht vergessen, aber überwunden und ich kann mich auf sie verlassen, wenn es darauf ankommt, z.B. beim Rindertreiben.
 
 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

 


 


 

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